Husarenhof

Hier möchten wir Ihnen unsere Tiere vorstellen:

Bei den Ziegen handelt es sich um Bunte Deutsche Edelziegen (BDE). Kennzeichnend ist die hell- bis dunkelbraune Farbe, die Glöckchen am Hals, der schwarze Aalstrich auf dem Rücken und wenn möglich die schwarzen Stiefelchen. Wir haben gehörnte und ungehörnte Ziegen. Enthornungen führen wir nicht durch, da dies oft zu unnormalem Aussehen führt und auch wenig natürlich ist.

Die Tiere sind größtenteils aus eigener Zucht. Auf Papiere und Körungen legen wir keinen Wert. Das heißt eine schwarze oder weiße Ziege lebt bei uns genau so wie alle anderen.

Die zwei Böcke sind ständig in der Herde und kommen ihrer Arbeit gut nach. Die Ziegen sind saisonal, d.h. sie bekommen ihre Jungen immer im zeitigen Frühjahr. Einen Monat später beginnen wir dann mit dem Melken. Die Zicklein kommen in dieser Zeit auf eine andere Weide. Sie laufen dort bis in den Sommer frei herum und werden dann verkauft, geschlachtet oder zur Herde zurück gebracht.

Wir verkaufen keine lebenden Tiere zum Schlachten. Nur bereits geschlachtete ganze Tiere!

Unsere vier „großen“ wurden vor dem Metzger gerettet. Sie hatten Hufknorpelverknöcherung, Sommerekzem, Sehnenschäden, Gangunsicherheiten, waren unkontrollierbar usw.

Wir haben schnell gemerkt daß fast alle Probleme mit der Haltung zusammenhängen. Wir möchten aber den Vorbesitzern keineswegs Vorwürfe machen. Oft ist man finanziell oder logistisch gar nicht in der Lage die Haltung entsprechend zu ändern.

Wir können uns glücklich schätzen über einen entsprechend großen Auslauf und ein abwechslungsreiches Terrain zu verfügen, was optimale Haltungsbedingungen darstellt. Mittlerweile sind alle wieder okay. Abgesehen vom Sommerekzem unserer Sunny. Aber auch das hat sich schon gebessert.

Was für Rassen in unseren Pferden stecken können wir nur bedingt sagen. Jolly (2j. Hengst) ist eine Mischung aus Paint und Westfale, Sunny (15j. Stute) wohl Hannoveraner und evtl. Haflinger. Bei Sheila (10j. Stute) hat man uns gesagt sie stamme wohl von einem Lippizaner ab und Ouzo (20j. Wallach) ist eine nicht nachvollziehbare Weidemischung.
So oder so, alle sind sie jedenfalls lieb.

Unser Hofhund Jerry ist kein Labrador. Auch wenn er so aussieht. Er ist eine Mischung von Hirtenhund und Schäferhund. Er ist 10 Jahre alt. Am allerliebsten begleitet er uns beim Joggen. So macht er einige Kilometer pro Jahr. Mit dem Hüten klappt es nicht so besonders. Manchmal fragen wir uns ob er nun uns helfen will oder den Ziegen.

Die beiden Stubentieger sind Mutter Lissy und Sohn Pummel. Über die beiden kann man eigentlich nicht viel sagen. Was der Pummel so den ganzen Tag wegfrisst (was übrigens sein Hobby ist) das schleppt unsere Lissy täglich wieder heran; in Form von lebenden Mäusen, zerfetzten Fröschen und zerfledderten Vögeln. Die Dame des Hauses ist davon natürlich nicht sehr begeistert. Und auch die Kinder finden es nicht toll wenn irgendwelche undefinierbaren Organe an ihren Füßen kleben.

Unser Federvieh darf sich auf dem ganzen Hof frei bewegen, wenn es mal nicht wegen der Vogelpest eingesperrt ist. Das hat auch einen Grund. Denn die Hühner und Enten fressen die Parasiten der anderen Tiere weg. Somit kann man die Entwurmungen auf einen sehr geringes Maß reduzieren. Übrigens: von uns ist noch keiner an der ach so gefährlichen Vogelpest erkrankt oder gestorben. Reine Hysterie.

Nicht vergessen wollen wir die vielen Rehe, die sich gelegentlich zwischen unseren Ziegen aufhalten, die Dachse die im sandigen Boden ihre Höhlen unter dem Zaun durchbuddeln und die Füchse die sich ab und an mal ein besonders vorwitziges Huhn holen. Es sei ihnen gegönnt.